Wie das Bildungssystem eine moderne Ständegesellschaft fördert

Aristokratie ist schon lange verpönt. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die soziale Stellung allein aus der Abstammung rechtfertigte. In Deutschland im Jahr 2017 sind wir eine Leistungsgesellschaft, so heißt es. Einkommen und Einfluss würden sich daran bemessen, wie produktiv und engagiert jemand sei. Wer viel hat, hätte sich das verdient. In Wirklichkeit aber ist Deutschland näher an der alten Ständeordnung als viele meinen. Ein Grund ist unser Bildungssystem.

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„Dem Mainstream immer einen Schritt voraus“

 

Processed with VSCOcam with t1 presetChai-Latte, Trucker Cap, Pornoschurrbart und Jutebeutel: Wer heute cool sein will, ist Hipster. Doch halt! Ganz so einfach ist es nicht. Sind Hipster nicht immer irgendwie anders, entziehen sich einer eindeutigen Einordnung? Und im Gegensatz zu früheren Jugendkulturen, bekennt sich niemand dazu. Die Hipster, das sind die anderen! Eine Figur voller Rätsel. Im Gespräch mit dem Anthropologiestudenten und Hipster-Kenner Patrick Jütte gehen wir der Sache auf den Grund.

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Zwischen ihnen der weite Ozean: Carnap und Heidegger

Die moderne Philosophie ist gespalten. Seit gut einem halben Jahrhundert können sich Fachphilosphen nur dann unterhalten, wenn sie entweder beide analytisch oder kontinental sind. Dazwischen klafft ein scheinbar unüberwindbarer Abgrund. Was so klingt, wie ein Früstück mit oder ohne Croissant, ist ein grundlegender Unterschied in der philosophischen Methode. Ich möchte zwei Philosophen vorstellen, die paradigmatisch für die Spaltung zwischen Analytischer Philosophie und Kontinentalphilosophie stehen: Rudolf Carnap und Martin Heidegger.

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